Laurent Perrier
Der Familienbetrieb Laurent Perrier besteht bereits seit dem Jahr 1812 und zählt mittlerweile zu den großen Champagnerhäusern. Die Champagner aus dem hause Laurent Perrier gehören zu den beliebtesten und besten Champagnern weltweit.
Alphonse Pierlot war es, der als ehemaliger Küfer und Abfüller aus Chigny-les-Roses die Produktion im Jahr 1812 erstmals aufnahm. Er ließ sich in Tours-sur-Marne nieder und vermachte nach erfolgreicher Einführung des Unternehmens den Betrieb seinem Kellermeister Eugène Laurent. Dieser führte das Haus ab 1881 gemeinsam mit seiner Frau Mathilde-Emilie Perrier. Als Eugène Laurent 1887 starb, führte seine Frau das Unternehmen alleine weiter. Sie gründete die Marke Veuve Laurent-Perrier & Co. und verhalft dem Betrieb zunehmend zu mehr Erfolg. 1914 wurden bereits 50.000 Kisten Champagner unter ihrer Leitung hergestellt, der den Betrieb in die Reihe der führenden Champagnerhäuser aufsteigen ließ. Der Erste Weltkrieg zog das Unternehmen und das komplette Gebiet schwer in Mitleidenschaft. So beschloss man, die Marke Laurent-Perrier auf englischem Boden einzuführen. Schnell stellten sich Erfolge auf dem britischen Markt ein, die bis heute anhalten. 1925 starb Mathilde-Emilie Perrier, Eugénie erbte das Champagnerhaus. Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war jedoch hart, und so verkaufte Eugénie das Haus Laurent-Perrier an Marie-Louise Lanson de Nonancourt. Diese übernahm das Haus, um in der wirtschaftlich schweren Zeit für sich und ihre drei Söhne sorgen zu können. Sie investierte sämtliche Ersparnisse in das Unternehmen, obwohl dieses kurz vor dem Konkurs stand.
Mit einem Anfangsbestand 1939 von nur 1.000 Kisten Champagner, die zusätzlich noch mit einer Hypothek behaftet waren, nahm sie das Geschäft auf. Während ihre Söhne im Krieg kämpften, versteckte sie die 10.000 Kartons des edlen Tropfens so gut es möglich war. Der älteste Sohn von Marie-Louise, Maurice, sollte die Leitung von Laurent-Perrier nach Kriegsende übernehmen – er verstarb jedoch im Konzentrationslager Oranienburg. Unteroffizier Bernard de Nonancourt entdeckte nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Hitlers privatem Weinkeller überraschend mehrere Kisten Salon Champagner, die fünf Jahre zuvor entwendet worden waren. Er begann mit einer Lehre, um sich auf die Führung des Familienbetriebes vorzubereiten. Er ließ sich in verschiedenen Champagnerfirmen umfassend ausbilden, bevor er 1949 die Leitung von Laurent-Perrier übernahm. Ihm gelang es auf einzigartige Weise, auch die junge Generation von den Champagnermarken zu begeistern, in dem er traditionelle Champagner-Konzepte wiederbelebte und geschickt vermarktete. Das Familienunternehmen stieg innerhalb kürzester Zeit zu den größten Champagnerproduzenten mit den weltweit beliebtesten und bekanntesten Marken auf. Im Laufe der Jahre entstanden zahlreiche großartige Champagner, wie beispielsweise der Grand Siècle (1959), die erste Cuvée de Prestige, entstanden aus mehreren außergewöhnlichen Jahrgängen oder die Cuvée Rosé Brut im Jahr 1968.
Im Jahr 1975 wurde Alain Terrier zum Kellermeister bei Laurent-Perrier ernannt. Er schaffte es, technische Fortschritte geschickt mit den Traditionen des Hauses zu verbinden. 1978 wurde die erste Vertriebsfiliale Laurent-Perriers in England gegründet, 1992 folgte die zweite Niederlassung in der Schweiz. Der Ausbau des Unternehmens schritt zunehmend voran, sodass 1998 sogar in den USA eine Vertriebsgesellschaft gegründet werden konnte, ein Jahr später folgte der Markteintritt in Belgien. Für den Vertrieb in Japan wurde 2007 ein Vertrag mit der Firma Suntory geschlossen. Alain Terrier wurde unterdessen 2004 als Kellermeister von Michel Fauconnet abgelöst, der gleichzeitig auch als Produktionsleiter eingesetzt wurde. Seit 2009 ist Stéphane Tsassis Präsident der Laurent-Perrier Gruppe sowie Vorstandsvorsitzender von Champagne Laurent-Perrier.